Von Windows zu Mac OS X
Es ist ja inzwischen schon gute zwei Jahre her, seitdem ich mein erstes MacBook in der Hand gehalten habe. Damals noch ein dünnes, flaches MacBook Air V1.1, habe ich es inzwischen ausgetauscht für ein etwas größeres MacBook Pro mit 2,53 GHz C2D, mit 4 GB Ram und einer 256 MB starken Grafikkarte von nVidia, um ein wenig mehr Power ins Leben zu bringen.
Der Umstieg viel mir am Anfang gar nicht so leicht. Wenn man OS X das erste mal benutzt, kommt einem alles fremd vor. Gut ich kenne wirklich alte Windowsversionen und dabei rede ich von 3.11 und Windows 95, zu der Zeit gab es auch noch einen gewissen Systemumfang, der aber leider entfernt wurde mit der Zeit.. (und ich weis gar nicht wann, nur das unter Win7 nichts mehr da ist!).
Programme wie Adressbuch, Kalender, Mail, Safari, iTunes und andere, gehören zum Standardumfang einer Mac OS X Installation und erfüllen exakt den Zweck, wofür sie gedacht sind. Nicht mehr, nicht weniger, aber genau richtig, meiner Meinung nach.
Mit der Erweiterung iLife bekommt man dann zusätzlich noch iPhoto für die Bildverwaltung/Bearbeitung, iWeb für Internetauftritte (für Anfänger), iMovie für die einfache Videobearbeitung, iDVD für die leichte eigen DVD Produktion und GarageBand für die musikalische Weiterbildung.
So zusammen ist es ein mächtiges Systemwerkzeug, bei dem nicht einmal etwas zusätzlich installiert werden muss für den Otto-Normalanwender. Alles ist vorhanden und vor allem - alles funktioniert auf Knopfdruck!
Doch nicht nur das Angebot an Software ist überraschend, passend, sondern auch die Tatsache, der unterschiedlichen Zugriffsmöglichkeiten. So kann ohne großes können Medien in eMails eingefügt werden oder eMailadressen Systemweit jedes Programm über die Anbindung an „Adressbuch“ nutzen.
Wer unter Windows mehrere Programme laufen hat, wie Thunderbird für eMails und anderes, wird schon gemerkt haben, das Kontakte zu verwalten nicht so leicht ist. Kauft man sich ein iPhone oder anderes mobiles Gerät musste man zumindest am Anfang noch tricksen und mit Thunderbird-Plugins zumindest auf iPods die Kontaktdaten schreiben. Für das iPhone sollte man im Normalfall doch lieber Outlook nutzen, was dann letztlich auf zwei verschieden verwaltete Kontaktdatenbanken zurückgeht. Wie ich finde, ein no-go!
Damals gab es wenigstens in Windows noch ein Windows-Adressbuch, aber anscheinend wurde das spät in Windows 7 entfernt... gefunden wurde zumindest nichts, als ich jemanden fragte, der es aktiv nutzt.
Das einzigste, was einem am Anfang sehr schwer fällt beim Umstieg ist die Tatsache: Office. Wenn man jahrelang unter Windows mit Microsoft Office gearbeitet hat (und seien wir mal ehrlich, Open Office ist erst seit geraumer Zeit wirklich soweit, dass wir sagen können, es ist eine stabile und gute alternative, die alle Funktionen besitzt, die wir brauchen), dann ist auf der Mac Plattform erstmal tote Hose.
Wer dann sofort meint, mit iWork von Apple durchzustarten, dem wünsche ich sehr viel Lernzeit und Durchhaltevermögen nach dem Start oder er wird nach einigen Stunden genug haben und wünscht sich Windows zurück.
Klar gibt es auch Office:mac und ja, ich muss zugeben, es ist brauchbar, zumindest die 2008er Version war, sagen wir, okay. Das ein Update grundsätzlich niemals klappt, wenn man es neu installiert und ein paar Versionsnummern hinter hinkt oder das nicht nachgebessert wird und XML Unterstützung richtig implementiert wurde, sind ärgerliche Fehler im Programm, aber wenn man sich daran gewöhnt hat. Nun ja, dann hat man es halt...
Mit der kommenden 2011 muss ich allerdings gestehen, sieht die Welt anders aus. Wer vorher 2007 (vielleicht auch 2010, das kenne ich nicht gut genug um das zu beurteilen) genutzt hat, wird zumindest sehr überrascht sein. Wer ältere Office:mac Editionen kennt, sowieso! Die Unterstützung wächst deutlich und die Oberfläche und der Umfang wird endlich angepasst! Dringend überfällig, aber endlich da. Ich würde jedem, der Umsteigt zumindest raten es sich zu holen oder falls auch machbar, die kostenlose Open Office alternative zu benutzen, wenn sie reicht. Somit verdirbt man sich nicht den Spaß, wenn man dringend etwas benötigt und Pages, Numbers und Keynote noch nicht beherscht.
Während Keynote relativ Simple zu erlernen ist (PowerPoint Gegenstück, Präsentationssoftware für Mac) und man schnell auf dem Kasten hat, ist die Umgewöhnung bei dem Excel-Double Numbers schon heftiger. Die Idee, die hinter Numbers steckt finde ich sehr gut ausgedacht. Alles als kleine Objekte auf einem Blatt Papier zu zeichnen, anstatt eine riesige Tabelle zu besitzen und darauf Objekte und Diagramme zu schieben, die dann die Tabellen verdecken...
Die Krönung stellt für mich allerdings Pages da. Gut mit 2007 kam für Office ein echt schicker neuer Lock mit unglaublich einfachen Funktionen. Ob Deckblatt, Inhaltsverzeichnisse, alles wurde einfacher und leichter für den Endverbraucher und da war ich sehr positiv von angetan. Dennoch, als ich einige Beispielvideos von Pages sah, verschlug es mir glatt die Sprache. Klar es waren professionelle Flyer und Magazine, die da dargestellt wurden in den Beispielen, aber allein die Möglichkeiten, die dieses Programm bietet waren überwältigend. Office war damals noch weitaus jungfräulich was das angeht. Einzig die Einarbeitung für einen Windows Neuling, der ganz von Vorne anfängt sind immens. Das lernt man nicht in 3 Stunden kurz mal und schreibt dann locker seine Texte. Gut machbar ist alles, je nachdem wie man sich auskennt (;. Für einen Informatikstudenten sind aber wohl einige Dinge „normal“, was bei anderen unter die Rubrik „warum ist das so?“ fallen würde...
Einziges Manko auf der Mac Plattform: Spiele!
Bis dieses Jahr war das Gebiet eher rar besiedelt und die Spiele fast schon mit Händen abzählbar. Mit dem erscheinen von Steam hat sich da natürlich mächtig etwas getan. Alleine die Spiele von Valve für Mac zu besitzen - ein Traum! Und da Counter-Strike nunmal immer noch das wohl bekannteste Spiel für LAN Partys ist, dürfte das auch guten Anklang finden. Aber auch andere Hersteller, die ich bis heute selbst nicht vermutet hätte, besitzen Mac Versionen. So z.B. Battlefield 1942, Battlefield 2142, Battlefield Vietnam, C&C Generäle, C&C Renegade, Die Sims Reihen, Unreal Tournament 2004 und viele weitere...
Ich für meinen Teil sehe das nicht nur gerne, sondern es sind sogar exakt die Spiele, die ich all die Jahre auf der Windows-Plattform gezockt habe! Womit mir der endgültige Umstieg sehr leicht fallen wird. Zudem bin ich sehr großer Hoffnung, das dank Steam auch einige weitere Spiele ihren Weg auf Mac OS X finden wird.
Mein Fazit nach zwei Jahren ist (für mich!) sehr eindeutig. Alles was ich an Arbeit habe, kann ich mit einem Mac wunderbar erledigen, dazu noch schnell und effizient. Selbst nach langer Zeit habe ich keine große Wartung an das System, um es wieder flott zu bekommen. notfalls reicht ein kleiner Klick in einem Programm, dass mir alte und nicht verwendete Daten löscht. Klar sagen jetzt einige „das gibt es auch unter Windows, solche Programme“, Tatsache ist allerdings, dass unter Windows auch Dinge wie eine Registry existieren, in der es schwer wird wirklich alles unwichtige zu löschen oder andere Plätze, die nicht wirklich eindeutig zuzuordnen sind. Unter Mac besitzt alles eine gewisse Struktur, die einfach durch die zugrundeliegende Unix-Umgebung herrührt. Für mich ist Mac OS X die perfekte Verbindung vom coolen Linux OS und einem wundervollen Windowserver-System wie Windows, das schnell, zuverlässig und sicher ist.
Für die einen Fluch, für die andren eine vollkommene Welt, in der ich mich gerne zu den ich bevorzuge stellen werde... kein System ist Perfekt und während das eine dort und das andere hier besser (oder überhaupt) läuft, so gibt es doch überall Kompromisse zu schließen und die halten sich für mich auf dieser neuen Oberfläche am geringsten.
Angemerkt sei noch: Während ich die Windows-PCs nach spätestens einem halben Jahr formatieren muss oder sie abstürzen, habe ich bis heute noch kein einziges mal Mac OS X neu installieren müssen. Lediglich mein MacBook Air bekam eine neuinstallation, da ich die Festplatte ein wenig zu grob behandelt habe und darum eine SSD nun zum Einsatz kommt. Sonst funktioniert alles wie immer... hinsetzen, einschalten, arbeiten.
Montag ist es soweit! Als erstes kommt Englisch, gefolgt von Algorithmen und Datenstrukturen am Dienstag. Zum Abschluss der Woche gibt es am Freitag noch C++. Die Woche darauf dürfen wir zum krönenden Abschluss noch Digital Technik, Rechnerarchitektur & Theoretische Informatik, sowie Diskrete Mathematik schreiben.
So es ist endlich geschafft! Das schöne und vor allem, mild wirkende Sommerlayout ist online gegangen. Dank dem Stress in dieser Woche vor der den Klausuren, sind zwar einige kleinere Fehler enthalten und ein paar Dinge sind noch nicht ganz so, wie ich sie gerne haben möchte, aber damit bei diesem Sommerwetter auch meine Homepage ein tolles Feeling ausstrahlt, musste das jetzt endlich sein...
Ein überragendes Spiel hatt Deutschland heute gegen England gezeigt. Fußball wie man es eigentlich erwartet von einer Weltmeisterschaft! Spannung, Koordination, Pass- und Teamspiel und natürlich großartig erzielte Tore..