Avatar - für die einen ein neuer Mysterie-Streifen, für die anderen eine unglaubliche, neue Welt. Ich muss zugeben, ich war zuerst nicht sonderlich begeistert von diesem Film. Die Vorschau dafür sah zwar gigantisch aus, dennoch, die Skepsis blieb erhalten...
Als wir allerdings Ende November letzten Jahres in einem 3D Kino waren und dort als Vorschau auch der kommende Avatar 3D Film gezeigt wurde, wurde die Sache einfach doch zu anziehend und ich ließ mich auf die Sache ein...
Und ich muss sagen, ich bin von dem Film sehr positiv überrascht worden. Eine grandiose Story, super Umgebungen und gute Weltengenerierung. Auch die Darstellung der menschlichen Rolle als Ausbeuter anderer Rassen, um die Gier nach Macht und Reichtum zu stillen, trifft (leider) voll ins Schwarze.
Die Geschichte erzählt von einem jungen Mann, der zum Planeten Pandora gebracht wird, um dort in einer Forschungsgruppe eine eventuell friedliche Lösung der Rohstoffgewinnung zu erzielen. Dabei ist er eigentlich ein Soldat und kein Wissenschaftler, da er nur für seinen Bruder einspringt, der starb und er, als sein Blutsverwandter, die passenden Gene hat, um einzuspringen und somit dem Forschungsteam ein bisschen Taschengeld zu sparen.
Bei einem Trainingsprogramm und einer Einlernphase schlüpft der Geist dieser freiwilligen in einen sogenannten Avatar. Dieser sieht den Ureinwohner des Planeten sehr ähnlich, allerdings sind diese auch in der Lage, die "Aliens" zu erkennen in den fremden Körpern.
Für unseren Helden Jake ist dieser andere Körper ein Segen, da er nach schweren Verletzungen von der Hüfte ab gelehmt ist.
Während des Lernprogrammes, das er benötigt, um seinen Avatar zu beherschen, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Mit einer atemberaubenden Jagt durch die Buschwelt von Pandora, wird Jake von seiner Expeditionstruppe getrennt. Als Ex-Marine ist er natürlich bestens vorbereitet worden und schlägt sich allein durch die Wälder, bis er auf eine Na'vi trifft.
Sie rettet Jake aus einer misslichen Lage und er folgt ihr darauf hin, bis sie einwilligt, ihn mitzunehmen zu ihrem Stamm, wo er schließlich, da er der einzigste Krieger bis jetzt ist, empfangen wird, die Ihrige Kultur zu erlernen.
Während Jake nun Tag für Tag ein Doppelleben führt, Tagsüber bei den Na'vis trainiert und Nachts, wenn der Avatar schläft, er in seinem normalen Körper berichte abliefert, über das Leben und das Sein dieser Rasse, verliebt er sich Stück für Stück in seine Retterin. Die Na'vi Frau Neytiri ist von dem schnell lernenden Jake angetan, sodass beide sich langsam näher kommen...
Als es dann jedoch soweit wäre, dass das Volk der Na'vi Jake aufnimmt, kommt die Gier der Soldaten und Söldner ihm in die Quere. Der Krieg, um die Zukunft des Landes entbrannt und die junge Liebe der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Während er versucht, alte Legenden zum Leben zu erwecken und die Länder von Pandora zu vereinen, ist sie dabei ihr Volk vor allem zu schützen - anfangs auch vor ihm.
Der Anbruch der letzten Schlacht jedoch, vereint die beiden und alle Völker von Pandora zu einer Streitmacht, um die Menschen von diesem Planeten zu verjagen und die Zukunft und den Frieden auf Pandora wieder herzustellen.
Avatar ist ein Film, wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt habe. Ein farbenfroher Planet, auf dem alle Eng verbunden mit der Erde leben - ein Utopia für das menschliche Gehirn - und dennoch hat jeder Mensch diese Idee von Freiheit...
Ich kann ihn euch auf jeden Fall sehr empfehlen. Ein absolut lohnenswerter Film, außer man steht nur auf Balleraction und Blutvergießen! (;
Philipp Tröbst