Da mein MacBook Air inzwischen stolze 25 Monate alt ist, beginnen die ersten gravierenden Fehler und erschwert das alltägliche Arbeiten.
Der größte Schwachpunkt an diesem Notebook ist einfach die Festplatte. Jeder der selbst einen iPod Classic besitzt, kennt diese kleinen 1,8“ HDDs, die dort verbaut sind und wie extrem empfindlich sie gegen kleinste Erschütterung sind. Abhilfe schafft an dieser Stelle nur eine moderne SSD, die ohne bewegliche Teile daherkommt.
In meinem Fall ist es eine RunCore 1,8“ PRO IV PATA ZIF SSD mit 64 GB Kapazität, für gute 219,00 Euro.
Für den Anfang müssen erst einmal alle Daten von der bisherigen Festplatte auf die neue kopiert werden. Extra dafür gibt es mit der Festplatte gleich ein externes Gehäuse, um die SSD an den Mac anzuschließen. Bei dem Verbindungskabel allerdings eine relative Fummelei und man sollte sich in Geduld üben, damit man nicht gleich etwas kaputt macht.
Die Festplatte ist mit dem HFS-Dateisystem vorformatiert und hat gleich zwei Programm-Images mit an Bord, die für eine reibungslose Kopie sorgen.
Der Kopiervorgang dauert nicht allzu lange, da es eh nur max 64 GB sein werden, die man kopiert, allerdings, je schneller der Quellzugriff, desto flotter rennt das Ding.
Wenn die HDD dann komplett kopiert und eingebaut ist, kommt der spannende Moment. Da meine interne HDD schon länger den Geist aufgegeben hat, wurde bisher das System über den USB Anschluss geladen, aber ich gehe schwer davon aus, dass die Schnelligkeit (gefühlt) von USB nicht sehr viel langsamer war, als über die interne 1,8“ Festplatte früher.
Während diese Start-Prozedur knappe 90 Sekunden dauerte, um das System komplett zu laden, sind die 20 Sekunden die eine SSD für den Start des Systems benötigt schon fast erschreckend! Die Geschwindigkeit ist mit keiner normalen Festplatte vergleichbar, da nicht nur das System selbst schnell lädt, sondern jedes Programm das Daten von der Festplatte mit lädt, wie Mail oder iPhoto etc., lädt schneller, als man klicken kann.
Wenn ich jetzt noch beachte, dass diese kleinen SSDs leider nur einen Bruchteil der Lese/Schreibgeschwindigkeit von richtigen (>1,8“) SSD Laufwerken erreichen, kann man das getrost als die Technik für zukünftige Betriebssysteme sehen. Einzig die Tatsache das jede Speicherstelle einer SSD „nur“ ca 10.000 mal beschrieben und gelöscht werden kann, stellt die Langlebigkeit der Platte in Frage. Für Laptops und andere tragbare Geräte ist es allerdings eine ideale Lösung, um dem Problem von beweglichen Teilen zu entfliehen und zusätzlich deutlich an Performance zu gewinnen. Allein der Preis ist für unsere heutige Zeit deutlich zu hoch. Wenn man jedoch bedenkt, dass ich vor 25 Monaten beim Kauf eine 64 GB SSD für gute 500 Euro dazubekommen hätte und heute der Preis schon unter der Hälfte liegt, lässt das für die nächsten Jahre stark hoffen...
Philipp Tröbst